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Magis Geburtstagskochabend (11.01.2007)


Anwesend: der Kochabend (später auch Magis neuer Mann)


Essen:

  • lecker Lachs-Kokos-Kartoffel-Auflauf, selbstverständlich vom Geburtstagskind liebevoll zubereitet

  • lecker Chocolat-Pavot-Torte, selbstverständlich vom anerkannt besten und produktivsten Tortenlieferanten Weidi kreiert


Dieser Kochabend war in mehrerer Hinsicht ein ganz besonderer. Nicht nur der Tatsache wegen, dass es Magis Geburtstagskochabend war, nein, auch weil dieser Abend voller Ereignisse steckte, die so in der regulären Abfolge eines ganz gewöhnlichen Standardkochabends noch nie stattgefunden haben. Diese Ereignisse nun steigerten sich im Laufe des Abends beinahe exzessiv, begonnen mit einer relativ harmlosen Rebellion, die eine spontane Umkehrung der Menüfolge darstellte, über eine äußerst gefährliche Exkursion in die Arme einer bedrohlichen Naturgewalt, bis hin zu eiskaltem Mord aus krankhafter Eifersucht.


Lassen wir uns nun also zurückkehren an den Ort dieser schrecklichen Geschehnisse und noch einmal Revue passieren, was genau sich am Donnerstag, den 11.01.2007 zwischen 19 und 24 Uhr am Petuelring zugetragen hat...


Es begab sich aber zu einer Zeit, als ein normaler Standardkochabend begann. Die Köchin traf pünktlich ein und machte sich sodann eifrig ans Werk, ihre Köstlichkeit eiligst zu Tisch zu bringen. Doch trotz eines gut kalkulierten Zeitplanes, kam es zu einem Problem. Ein Problem, das bereits häufiger auftrat und wiederholt dem Vergessen anheim fiel. Der Ofen vertrug sich nicht sonderlich mit den, wenn auch liebevoll extradünn geschnibbelten, Kartoffeln und buk sie betont langsam, um ihnen – und uns - ein möglichst ausgedehntes Leiden zu bescheren. Unsere hungrigen Mägen zogen sich gequält zusammen, bei dem Gedanken an die bevorstehende Wartezeit. Um diese zu überbrücken, wurden daher schon vorzeitig die Gläser erhoben, um mit herrlich prickelndem Schaumwein auf das Geburtstagskind anzustoßen. Da dies aber noch längst nicht die Leere in unseren Mägen zu füllen vermochte, beschlossen wir, uns vor dem heißersehnten Hauptgang an der Torte gütlich zu tun.

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Während wir nun also genussvoll diese himmlische Kreation hinunterschlangen, hoben wir, beflügelt durch den Champagner in Glas, Torte und Tortendeko, zu einer niveauvollen Diskussion über den Alkoholgehalt dunkler Rotweine an. Wieso sind die von dunklerer Farbe schwerer als leichte Rotweine? Mag es an der Schale liegen oder an den statistisch verteilten faulen Exemplaren, die womöglich auch die Farbe ausmachen? Diese Erkenntnis schockierte uns zutiefst. Auch schockierend war für unsere tapfere Judith, zu erfahren, dass die Magi den Eindruck erweckte, sie wisse besser Bescheid in Judiths Fach als diese selbst. Dies ängstigte sie über die Maßen. Zu ihrer Verteidigung und Judiths Beruhigung, hob die Magi zu einer umfassenden Erklärung darüber an, dass sie nur eine „Wendy ohne Pferd“ sei. Um ihrer Oberflächlichkeit und Coolness zu fröhnen, behauptete sie, sei sie jeden Tag in der Innenstadt und wisse genau, dass dort kein „Mr & Lady Jeans“ zu finden sei. Desweiteren lebt sie in ständiger Angst, es gäbe unter dem ganzen Haufen agressiver Frauen, mit denen sie sich täglich in ihrer Bildungsstätte umgibt, einige Exemplare, die für immer teuerere und coolere Kleidungsstücke bestitzen als die Beklagenswerte, die deshalb auf ewig vergeblich mit ihnen mitzuhalten versucht, selbst wenn sie noch so viel von ihrem sauer verdienten BaföG für Klamotten ausgibt. Diese Tatsache bestürzte uns zutiefst, war doch die nun so oberflächliche Magi zu einer früheren Zeit „ganz cool und anders... also nicht cool , aber anders“. Diese Wandlung mussten wir jedoch zu unserem Entsetzen auch bei unserer Barbara feststellen. Da sie nun auch den Coolen in ihrem Semester angehört, obliegt es ihr nicht mehr, mit niederen, uncooleren Menschen zu sprechen. Das wäre unter ihrer Würde und ganz und gar nicht im Sinne ihrer geschätzten coolen Gefolgsleute, die ihr den Umgang mit derartigen Subjekten strengtens untersagten. Ebenfalls auf bloße Äußerlichkeiten fixiert zeigte sich zudem noch unser Julchen, was sich in gieriger Habsucht gegenüber der Barbara äußerte: „Ich will deine Haare nicht machen, ich will sie haben!“ Um uns die Wartezeit ein wenig kurzweiliger zu gestalten, kam die Idee auf, dem „Gemüsekrimi“ von Willy Astor zu lauschen, da einige Banausen dieser noch nicht zu Ohren gekommen ist (die PFP muss sich schändlicherweise dazuzählen). Damit dies möglich werden konnte, musste zunächst die Magi zum Schweigen gebracht werden. Da dies aber durch die PFP nicht bewerkstelligt werden konnte, („Halt den Mund!“ ) musste dieser Programmpunkt des Abends leider entfallen.

Stattdessen ging man zu einem weiteren erfreulichen Teil des Abends über: die Bescherung des glücklichen Geburtstagskindes. Dies ist der Moment, in dem Magis neuer Mann in ihr Leben trat.

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Doch allzu früh sollte er ihr wieder genommen werden... Regte sich da schon die Eifersucht in einem gewissen jungen Magier? Unsere liebe Magi freute sich jedoch ahnungslos über ihren neuen Gefährten, mit dem sie allsbald schmutzige kleine Spielchen spielte, und darüber, dass wir ihr mit ihrer neuen Shisha nicht nur eine, sondern gleich mehrere Partys beschert hätten.

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Weil aber die Kartoffeln jedoch vom unbarmherzigen Ofen noch immer nicht erweicht werden konnten – um dies festzustellen, machte unsere Köchin den Test: leider konnte sie das gute Stück nicht ohne erhebliche Anstrengung durchbeißen – und unsere gute Magi auch durch angestrengtes Hauchen in den feindseligen Ofen, um die Temperatur dort um ein Vielfaches zu erhöhen, nichts ausrichten konnte, schlug die listige Judith vor, die Früchte der Erde zu täuschen und schon einmal den Tisch für das bevorstehende Mahl zu bereiten, um in ihnen den Eindruck zu erwecken, wir seien bereit. Zu unser aller Leidwesen fielen die schlauen Biester nicht darauf herein und wir sahen uns zu einer wahrhaft abscheulichen Tat gezwungen – einer unserer Lieben das (Lebkuchen-)Dach über dem Kopf zu entreißen und es gierig in unsere aufgerissenen Schlünder zu stopfen... Auch an den Verputz machten wir uns ohne zu zögern. Um uns von dieser Greueltat abzulenken, erzählten wir uns Schauermärchen über beklagenswerte Geschöpfe, die, ebenso wie uns, die Futtergier zum Wahnsinn trieb. Rala, zum Beispiel, eine goldige Hamstermaid, erzittert nun vor ihrem Fraß, weil er einst drohte, ihre Backen zu zerreißen. Ebendiese vollgestopft mit lebenswichtigen Vorräten kam das arme Ding nicht mehr durch die Öffnung ihrer Behausung und vergaß in ihrer Panik ganz das Einlegen des Rückwärtsganges. So biss sie einer helfenden Hand heftigst in den Finger, ließ es jedoch zu, dass eine andere helfende Hand die großen Stücke in ihren Backen zu Mus quetschte. Auch trug es sich wahrlich zu, dass ein Kätzchen im Hause Maier sich so nach Futter verzehrte, dass es den Kopf in eine Dose steckte, aus der es sich nur mithilfe eines Dosenöffners befreien ließ.

Endlich, da wir uns die Zeit mit kurzweiligen Anekdoten vertrieben hatten, war auch unser langersehntes Mahl soweit, verzehrt zu werden und führwar – es war köstlich! Vor Freude darüber ließ sich sogar der Weidi endlich dazu hinreißen, seinen gewohnten Platz in den Reihen der schlechtesten Witze einzunehmen. Bei einem Gespräch über Klassik erwähnte die Barbara, sie habe davon massig auf ihrem PC, woraufhin unser Weidi sie korrigierte: „Du meinst Klassik“. Nun denn, das sei mal so dahingestellt. Auch unsere Magi fühlte sich zu einer Aussage hingerissen, die wohl nur in unsere Kategorie der besten Fremdworte zu stecken ist. Sie war der Ansicht, die diffuse Aggression bündele sich. Ein bestes Stilmittel konnte jedoch leider von der PFP nicht erspäht werden. Unsere liebreizende Judith schaffte es jedoch, unser aller Gesichter zu erhellen mit nur einem Wort, denn schon beim Klang dieses einen Wortes wird uns jedes Mal aufs Neue warm ums Herz und ein wohliger Schauer kriecht uns über die Zunge. Und daher hat es sich unsere tapfere Reckin zur Aufgabe gemacht, uns diese Freuden allwöchentlich zu bringen.

Sie sprach:

„Schokofondue“

Nun, da das Essen uns die Mägen schwer machte und die zweite Hälfte der Torte auf uns wartete, stürzten wir uns zur Verdauung in ein gewagtes Unterfangen – wir gingen in die Natur (Luitpold-Park) hinaus und begaben uns in die raue Wildnis, in der Orkanböen tobten und uns beinahe mit sich fort rissen. Nun gut, wir blieben am Boden, jedoch kleine Kieselsteinchen und Blätter traf es weniger glücklich und sie schlugen uns hart ins Gesicht. Doch bis dahin sollten noch alle knapp mit dem Leben davon kommen. Als wir jedoch zurückkehrten...

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Die Eifersucht in unserem jungen Weidimort war geschürt und er hob seinen Zauberstab und sprach ihn aus, den unverzeihlichsten aller Flüche... er kannte keine Gnade, rief „AVEDA KEDAVRA“ und dem armen Manne barst sein hübscher Kopf.

Glücklicherweise ist ihm sein bestes Stück erhalten geblieben...

Dennoch ist dies wohl eindeutig als Unhöflichkeit des Abends anzusehen!!!

18.1.07 17:49
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Bettina (25.1.07 19:22)
hui, die magi geht aber gleich ran! ist ja richtig was geboten bei euch!!
da habt ihr ja richtig schön gefeiert, Torte sieht mal wieder echt lecker aus und der Lachs-Kokos-Kartoffel-Auflauf von Magi war sicher auch lecker *jummy*. Man kann sich das ganze fast vorstellen! hoffe auf weiterhin so tolle Protokolle!! (boa, reimt sich sogar ein bißchen tolle Protokolle )
bis bald,
Betty

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